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Ein Park als Weltwunder

Die Hängenden Gärten der Semiramis

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Seit der Antike schweben die Hängenden Gärten von Babylon durch die Fantasie der Menschen. Wie einst die sagenhafte Pflanzenpracht, so schießen auch die Spekulationen um Standort und Aussehen des Weltwunders ins Kraut.

Kaum etwas lässt vermuten, dass sich hinter folgender Nummer ein einzigartiges Ausstellungsstück in der assyrischen Abteilung des British Museum in London verbirgt: BM 124939 steht ganz nüchtern für ein Steinrelief, das eine Szene aus dem Leben des assyrischen Königs Assurbanipal zeigt. Vor zweieinhalbtausend Jahren hatte es einen Platz in den Gemächern seines Palasts. Heute bietet es einen Ansatz, die Geheimnisse eines Weltwunders zu entschlüsseln.

Szenenwechsel: An den Ufern des Euphrat, etwa 90 Kilometer südlich von Bagdad im heutigen Irak, befand sich vor fast 4000 Jahren das Zentrum des Babylonischen Reiches. König Hammurapi hatte es im 17. Jahrhundert v. Chr. zu einer beeindruckenden Weltmacht erweitert und Babylon selbst zu einem Zentrum für Kunst und Kultur gemacht. Sicherheit und Beständigkeit gab es jedoch kaum: Mehrfach wurde die Stadt in den folgenden Jahrhunderten erobert und immer wieder zerstört, zuerst durch die Hethiter, dann von Kassiten und Assyrern.

Aber trotz aller Rückschläge sollte Babylon rund tausend Jahre nach König Hammurapi unter Nebukadnezar II. (um 640–562 v. Chr.) noch einmal eine letzte große Blütezeit erleben. Nebukadnezar, von dem unter anderem das Buch Daniel im Alten Testament berichtet, war ein bedeutender Eroberer und ein glänzender Staatsmann. Durch die Tributzahlungen der unterworfenen Völker schuf er in Babylon großen Wohlstand. Seine militärischen Erfolge ermöglichten es ihm, den glanzvollen Ausbau seiner Hauptstadt zu finanzieren. Zahllose Bauwerke und Inschriften berichten davon. Nebukadnezar verdanken wir einige der eindrucksvollsten Baudenkmäler des Alten Orients.
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