Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Lust am Duft
Die Geschichte des Parfums
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Auf dem Tisch ist alles vorbereitet, Krüge, Flaschen und Kräuter. Jetzt kann Johann Maria Farina (1685–1766) anfangen. Er löst einige Tropfen Öl von Limette, Neroli, Bergamotte, Orange und Pampelmuse in einem Glas mit Weinspiritus. Dann schüttelt er alles, schwenkt den Behälter in der Luft, atmet ein, noch einmal. Plötzlich kribbelt es kühl in seiner Nase, dann strömt er in den Raum – dieser frische, klare Duft.
Endlich. Endlich hat er einen Geruch gefunden, der nicht so penetrant lieblich duftet wie die meisten Parfüme, sondern rein und kühl wie »ein italienischer Frühlingsmorgen«, jubelt Farina. Und er ist noch frischer als das »Aqua Mirabilis« seines Onkels Gian Paolo Feminis, das die beiden bisher in ihrem Kölner Laden verkauft haben. Farina bietet das Kräuterwasser 1714 aber nicht nur als Parfüm an, sondern auch als Heilmittel gegen Zahn- und Kopfschmerzen sowie Koliken. Er verpasst ihm später einen legendären Namen: Eau de Cologne – Kölnisch Wasser. Die Kunden sind begeistert, bald verlangen Adlige wie Clemens August von Wittelsbach und Friedrich Wilhelm von Preußen nach dem Wässerchen. Als französische Soldaten im Siebenjährigen Krieg ab 1756 das Rheinland passieren, nehmen sie den Duft mit nach Frankreich. Jetzt ist sein Siegeszug nicht mehr aufzuhalten. Es wird das berühmteste Parfüm aller Zeiten.
Nicht zufällig entsteht es im 18. Jahrhundert, einer Epoche, die kaum gegensätzlicher sein könnte.
- Serie Gesellschaft im Wandel, Teil 4
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