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Mata Hari

Die gekaufte Braut

Dieser Artikel stammt aus P.M. Biografie
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Ihr Vater war Hutmacher in Friesland, doch sie gab sich als geheimnisvolle Tochter indischer Brahmanen aus. Nach einer kurzen Karriere als Tänzerin verdiente sie ihr Geld in den Betten des Militärs – bis der deutsche Geheimdienst sie als Spionin engagierte: Ein lebenslanges Faible für Männer in Uniformen sollte sich in den Wirren des Ersten Weltkriegs bitter rächen.

Die Illusion tänzelt ihrem Höhepunkt entgegen. Räucherkerzenduft von Myrrhe und Sandelholz wabert durch schummriges Rotlicht, auf der Bühne räkelt sich eine Frau vor dem Bildnis des Hindugottes Schiwa. Ein Schleier umspielt ihren Körper, wogt, rutscht ein Stück herab, fällt. Am Ende sinkt die Tänzerin, nur noch mit einem winzigen Slip und einem Büstenhalter aus glänzendem Metall bekleidet, vor dem Götzenbild in sich zusammen. Tosender Applaus.

Ein Star ist geboren; ein Sex-Idol der späten „Belle Époque“. Wir schreiben das Jahr 1905. Die Schönen und Reichen von Paris jubeln dieser stolzen Frau zu, die sich „Mata Hari“ nennt. Niemand in diesen elitären Kreisen kennt sich wirklich aus mit orientalischen Tänzen und Ritualen. Sonst fiele dem Publikum schnell auf, dass die Darbietungen von echten indischen Tempeltänzen so weit entfernt sind wie Paris von Java. Mata Hari heißt mit bürgerlichem Namen Margaretha Geertruida Zelle und stammt aus der niederländischen Provinz Friesland.
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Autor/in: Tobias Zick


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