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Weihnachtskrippen

Die Geburt Jesu in Holz, Stein und Farbe

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Seit wann Krippen zum Weihnachtsfest gehören, ist nicht bekannt. Sie haben jedoch eine lange Tradition...
iStockphoto

Der Bibel zufolge kam der Gottessohn ganz unspektakulär auf die Welt: in einem Stall, weil in der Herberge kein Platz war. Nur Hirten und Weise aus dem Morgenland legten dem Knaben ihre Gaben zu Füßen. Eine Geschichte, so schön und ergreifend, dass wir sie Jahr für Jahr aufs Neue im Krippenspiel nacherzählen.

Die Augen von Niklas glänzen. Heute hat er seinen großen Auftritt. Beim Krippenspiel in der Dorfkirche ist er der Joseph. Die blonde Maren darf die Maria spielen. Und Sören, der eine alte Fellweste seines Großvaters übergeworfen hat, ist ein Hirte. Die ganze Gemeinde schaut zu. Die Kinder im Gottesdienst sind begeistert. Endlich gibt es Kirche zum Anfassen. Es duftet ein wenig nach Stroh und nach Heu, und an der Krippe, in der das Jesuskind liegt, stehen Ochse und Esel aus Holz. Eine rührende Szene. Alle bangen mit Maria, die keinen Platz in der Herberge in Bethlehem findet und hochschwanger von den bösen Wirtsleuten abgewiesen wird. War es wirklich so? Und seit wann gibt es eigentlich Weihnachtskrippen und Krippenspiele?

Lesen wir zunächst nach, was in der Bibel steht. Der Evangelist Lukas erzählt die Geschichte der Geburt so: Als Quirinius Statthalter von Syrien war, hatte Kaiser Augustus befohlen, dass alle seine Untertanen sich für die Steuererhebung registrieren lassen sollten. Jeder ging dazu in seine Geburtsstadt. So kam es, dass sich auch Joseph und seine schwangere Frau Maria aus Nazareth in Galiläa nach Bethlehem auf den Weg machten, denn Joseph stammte aus dieser Stadt und aus dem Geschlecht des alttestamentarischen Königs David. Als sie in Bethlehem ankamen, gebar Maria ihren ersten Sohn, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe. Man hatte in keiner Herberge unterkommen können.

In der Nähe hüteten Hirten des Nachts ihre Schafe. Ihnen erschien ein Engel und sprach: »Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.« Die Hirten eilten nach Bethlehem und fanden dort Maria, Joseph und das Kind. Sie erzählten, was ihnen der Engel gesagt hatte. Darüber wunderten sich alle. Maria aber wurde nachdenklich.

Der Evangelist Matthäus berichtet, wie es weiterging: Jesus wurde zur Zeit des Königs Herodes geboren. Weise aus dem Morgenland kamen nach Jerusalem und fragten: »Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.« Als Herodes das hörte, erschrak er, da er den Konkurrenten fürchtete. Er versammelte die Hohepriester und Schriftgelehrten um sich, die ihm sagten, dass der Messias in Bethlehem geboren wurde. Das stand nämlich so bei den Propheten: »Du, Bethlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.«

Herodes befragte die Weisen, wann der Stern erschienen sei und sagte dann listig zu ihnen: »Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.« Der Stern wies den Weisen den Weg. Sie fielen vor Maria und dem Kind nieder und huldigten ihm. Dann beschenkten sie es mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Gott befahl ihnen im Traum, dass sie nicht wieder zu Herodes gehen sollten. Sie zogen auf einem anderen Weg in ihr Land zurück. Dem Joseph hatte ein Engel erklärt, dass er mit seiner Familie nach Ägypten fliehen solle. Das tat er, denn Herodes ließ alle Jungen umbringen, die jünger als zwei Jahre waren.

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Autor/in: Britta Quebbemann

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