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Wann war was?

Die Chronik der Germanen

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Die Germanischen Stämme um 100 n. Chr. (ohne Skandinavien)
Ziegelbrenner; Wikimedia Commons

Die antiken Germanen haben keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen, daher ist ein großer Teil ihrer Geschichte nur aus römischer Perspektive überliefert. Vieles ist rätselhaft – aber vieles ist auch gut dokumentiert.

Um 330 v. Chr.  Der griechische Autor Pytheas von Massilia berichtet als ältester bekannter Zeuge über die Länder und Völker an der Nordseeküste.

120 v. Chr. Die Kimbern, Teutonen und Ambronen, germanische Stämme, ziehen aus dem Gebiet des heutigen Dänemark nach Süden – in Richtung der keltischen Siedlungsgebiete und des Machtbereichs des Römischen Reichs.

113 v. Chr. Bei Noreia, einer keltischen Stadt im östlichen Alpenraum, besiegen die Kimbern, Teutonen und Ambronen eine römische Streitmacht. Dies ist der Beginn des ersten großen Krieges der Römer gegen die germanischen Stämme aus dem Norden.

101 und 102 v. Chr. In zwei Entscheidungsschlachten an der Mittelmeer-küste besiegt der römische Feldherr Gaius Marius die Kimbern und Teutonen. Die Spur dieser Stämme verliert sich.

80 v. Chr. Die Germanen werden erstmals in einem historischen Werk namentlich erwähnt – in einer Schrift des griechischen Gelehrten Poseidonios von Apameia.

58 v. Chr. Gaius Julius Caesar besiegt im linksrheinischen Gebiet die germanischen Sueben und ihren Häuptling Ariovist.

55 v. Chr. Gaius Julius Caesar überschreitet mit seiner Streitmacht erstmals den Rhein in Richtung Osten. Das linksrheinische Gallien ist schon fast erobert.

52. v. Chr. Die keltischen Gallier unter ihrem Fürsten Vercingetorix müssen sich nach der Schlacht von Alesia der römischen Übermacht beugen. Gallien wird römisch.

16. v. Chr. Germanische Stämme überqueren den Rhein in Richtung Gallien und besiegen die dort stationierte 5. Legion der Römer, geführt von dem Statthalter Marcus Lollius. Die Germanen erbeuten sogar den Legionsadler. Ein herber Prestigeverlust für Rom. Als Reaktion verstärkt Kaiser Augustus die Grenze seines Reichs am Rhein mit Truppen und gründet die Garnisonsstadt Augusta Treverorum (Trier).

15 v. Chr. Drusus, der Stiefsohn des Augustus, beginnt mit Feldzügen gegen die Germanen und lässt zahlreiche Heerlager auf germanischem Gebiet errichten. Er hofft, ganz Mitteleuropa unterwerfen zu können.

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