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Aliens

Die Botschaft der Aliens steckt in unserem Erbgut

Seit Jahrzehnten fahnden Weltraumforscher nach einer Botschaft von außerirdischen Wesen. Jetzt legt die sensationelle These eines renommierten britischen Physikers nahe, dass bisher an der falschen Stelle gesucht wurde. Er sagt: Die Botschaft der Außerirdischen liegt in unseren Genen. Wie kam er dazu? Und was wollen uns die Aliens mitteilen?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Was wollen uns die

Aliens mitteilen?

iStockphoto

Zwei sensationelle Entdeckungen weckten in uns den Glauben (und die Furcht), der Mensch könne sich eines Tages selbst enträtseln. 1953 fanden James Watson und Francis Crick heraus, wie der gesamte Bauplan unseres Körpers in winzigen Abschnitten der DNS, die sich in jedem Zellkern aufrollt, in den Genen gespeichert ist. Und im Jahr 2000 gelang es einer internationalen Forschergruppe sowie der amerikanischen Biotechfirma Celera, diesen Bauplan zu entschlüsseln: Man zählte etwa 30000 Gene und kannte ihre genaue Position innerhalb der DNS. Die Wissenschaftler glaubten sich am Ziel. Und die Heilung genetisch bedingter Krankheiten schien in Reichweite.

Doch schon bald stellte sich heraus, dass der genetische Code allein keineswegs ausreicht, um alle Prozesse in unserem Körper zu erklären. Zum Beispiel wissen wir heute, dass Gene durch andere Gene ein- und wieder ausgeschaltet werden – aber warum und nach welchen Regeln das geschieht, entzieht sich unserer Kenntnis. Unsere Gene bleiben vorerst, was sie waren – ein großes Geheimnis.

Umso mehr, als auch ein anderes Rätsel unserer Erbsubstanz immer noch auf seine Lösung wartet – und das schon seit 1964. Damals machten Roy J. Britten, Leiter der Abteilung Erdmagnetismus der Carnegie Institution in Washington (USA), und sein Mitarbeiter David E. Kohne eine Entdeckung, die im öffentlichen Bewusstsein nie richtig angekommen ist – vielleicht, weil sie selbst für die Wissenschaftler eine harte Nuss ist. Die beiden US-Forscher fanden nämlich im Erbmaterial von Mäusen Gen-Abschnitte, die offensichtlich keine Funktion haben. Sie tun nicht, was der ureigene Zweck von Genen ist: Aminosäuren zu »kodieren« (erzeugen), die wiederum Proteine (Eiweißstoffe) bilden – die Grundbestandteile allen lebenden Gewebes. Später kamen andere Forscher bei anderen Spezies zu den gleichen Ergebnissen, und heute weiß man: Rund 97 Prozent der DNS in jeder Zelle fast aller Lebewesen sind überflüssig. Deshalb heißen diese Abschnitte auf Englisch Junk-DNA und auf Deutsch Schrott- bzw. Müll-DNS. Der Schock über diesen unerwarteten Fund saß tief – und er wirkt bis heute.

Denn der Fund von Britten und Kohne scheint Darwins Lehre vom Überleben der am besten Angepassten komplett über den Haufen zu werfen. Die ständige Weitergabe von 97 Prozent überflüssiger Erbsubstanz bedeutet einen ungeheuren Energieaufwand – den sich die Evolution sicher nicht ohne weiteres auferlegt. Schon eine geringe Mutation bei irgendeinem Lebewesen, die den Schrott von 97 auf beispielsweise 90 Prozent reduziert, hätte diesem Wesen einen immensen Überlebensvorteil gesichert – in der weiteren Entwicklung wäre die Schrott-DNS binnen kurzem von der Erde verschwunden.

Aber tragen nicht viele Lebensformen unnötigen Ballast mit sich herum? Nur auf den ersten Blick. Der schwere und unförmige Panzer der Schildkröte – er schützt das Tier vor den scharfen Zähnen seiner Jäger. Das Riesengeweih ausgewachsener Hirsche – es ermöglicht ihnen die Ausschaltung von Rivalen und damit die Weitergabe der eigenen Gene. Und selbst unser Blinddarm – anscheinend nur dazu da, schlimme Entzündungen hervorzurufen – produziert Lymphe, die wiederum Ab-wehrstoffe gegen eindringende Mikroben enthält. Kurzum: In der Natur scheint manches überflüssig – aber nichts in einem derartigen Ausmaß wie die Schrott-DNS, die in jeder Zelle vorhanden ist und bei jeder Zellteilung 1:1 kopiert und weitergegeben wird.

Weitere beunruhigende Erkenntnisse besagen, dass der »Mülltransport« von Generation zu Generation ein Langzeitprogramm der Natur ist: Die nicht kodierenden (also eigentlich überflüssigen) DNS-Abschnitte geistern schon seit Urzeiten unverändert durch die Evolution. So fanden Forscher in Mäusen, Ratten und Menschen 500 völlig identische Gen- Abschnitte mit Müll-DNS: Obwohl sich diese Gattungen vor rund 75 Millionen Jahren voneinander getrennt haben, steckt der gleiche Schrott in ihrer Erbsubstanz. Noch ältere unveränderte Müll-DNS fand der Biologe David Haussler von der Universität von Kalifornien in Santa Cruz (USA): Hühner, Hunde und Fische schleppen identische nicht kodierende DNS-Abschnitte mit sich herum, die über 400 Millionen Jahre alt sind. Dass sie über einen derart langen Zeitraum im Gegensatz zur normalen (kodierenden) DNS keinerlei Mutation unterworfen waren, ist selbst für Experten unglaublich. Und Anregung, nach Erklärungen für die Unsterblichkeit des DNS-Mülls zu suchen.

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