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»Fliegender Holländer«

Der Vogel der Meere

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Der Vogel der MeereDer Vogel der Meere

Wenn das Schiff mit den schwarzen Segeln am Horizont auftaucht, denkt man im ersten Moment an den »Fliegenden Holländer«: Der Segler fliegt über das Wasser.

Erst beim Näherkommen wird erkennbar, dass der Rumpf auf zwei Meter hohen Stelzen ruht, die sich unten zu Flügeln erweitern. Der »Hydroptère« surft elegant und mit hohem Tempo über die Wasseroberfläche. Seit über 30 Jahren verfolgt der französische Regattasegler Alain Thebault sein Projekt, Wasserfahrzeuge mit den Erkenntnissen und Technologien der Luftfahrt schneller und widerstandsärmer zu machen. Jetzt ist er fast am Ziel.

Mit seinem Team aus Flugzeugbauern und Luftfahrtingenieuren hat er einen Trimaran entwickelt, der unlängst vor der französischen Atlantikküste 43 Knoten erreichte, das sind etwa 70 km/h. Das Fahrzeug hat einen 28 Meter hohen Mast, der mit einem schwarzen Carbonsegel bestückt ist. Der Bootsrumpf steht nicht viel einem Airbusrumpf nach und wird von Titanelementen verstärkt. Schon bei fünf Knoten steigt der Rumpf aus dem Wasser und gleitet widerstandsarm auf den Flügeln. Diese sind wie Tragflächen geformt, erzeugen oben einen Unterdruck und unten einen Überdruck. Darüber hinaus haben sie besondere hydrodynamische Elemente, die den Auftrieb bei rauer See verstärken, die sonst bremsend auf das Fahrzeug wirken würde. Für diesen Sommer haben der Skipper und sein Team sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: 50 Knoten zu erreichen.

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Autor/in: Wolfgang C. Goede


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