Diese Seite bookmarken:

Diese Seite bookmarken

Supernovae

Der Sternentod, der Leben schuf

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
Hier geht's zum aktuellen Heft »

Es gibt keine größeren Ereignisse im Weltall als die Explosion von Sternen. Auslöser für solche Supernovae, denen wir unsere Existenz verdanken, sind ausgerechnet winzigste Teilchen.

Die Sensation begann am Montag, dem 18. September 2006. In Dutzenden Ländern der Erde richteten Observatorien ihre Teleskope auf einen Stern, der so weit weg war, dass man ihn normalerweise gar nicht sehen konnte: 240 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Was sich hier vor den Augen der Astronomen abspielte, stellte alles, das sie bisher im All erblickt hatten, in den Schatten.

Der Stern war explodiert. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches: Viele Sterne bersten am Ende ihres Lebens, wenn ihr Brennstoff aufgebraucht ist. Doch diese Sternenexplosion mit der Bezeichnung SN 2006gy war viel heftiger als jede andere Supernova, wie Astronomen ein solches Ereignis nennen. Sie leuchtete heller als Milliarden von Sternen zusammen. 70 Tage lang überstrahlte sie alle anderen Lichtquellen in einem ganzen Himmelsabschnitt.

»Es war eine monsterhafte Explosion«, erinnert sich Nathan Smith von der University of California, »hundert Mal energiereicher als eine normale Supernova. Das deutet darauf hin, dass der Stern extrem massereich gewesen sein muss. Vermutlich lag er an der obersten Grenze des Möglichen, ungefähr beim 150-fachen der Sonnenmasse. Wir haben so etwas noch nie gesehen.«
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 2 (2 Bewertungen)
Autor/in: Jan Berndorff


Mehr zum Thema:

Einsortiert unter:

Erde  /  Neutronenstern  /  NGC 1260  /  Sonne  /  Stern  /  Supernova  /  Weltall  /  Weltraum