Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
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Jungfrauen
Der Mythos der unbefleckten Schönheit
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Drachen hatten sie zum Fressen gern, Einhörner fielen ihnen in den Schoß, und ei-nige Göttinnen zählten zu ihnen, ebenso Maria, die Mutter von Jesus. Die Männer wollten sie unbedingt heiraten: Jungfrauen. Vorstellungen von Kraft, Macht und Magie sind verbunden mit der Unberührtheit, für die ein kleines Häutchen in der Vagina steht: das Hymen. Sein Verlust zur unrechten Zeit konnte für eine Frau den Tod bedeuten, denn die Ehre der Familie hing von der Keuschheit der Töchter ab. Was hat es auf sich mit den Jungfrauen? Folgen wir der Spur eines Mythos ...
Bei einigen Säugetieren unternehmen Männchen große Anstrengungen, weibliche Sexualität zu kontrollieren. So töten männliche Löwen Nachkommen, die von anderen Löwen gezeugt wurden. Doch keine Spezies war in der Überwachung der weiblichen Mitglieder ihrer Art so erfolgreich wie der Mensch. Natalie Angier stellt in ihrem Buch »Frau« fest, dass es »einzig dem Menschenmännchen« gelungen ist, »sich zwischen eine Frau und ihre Mahlzeiten zu drängen, die Kontrolle der Ressourcen, die sie zur Ernährung und derjenigen ihrer Kinder benötigt, an sich zu reißen«.
Um sicherzugehen, dass der Nachwuchs genetisch tatsächlich von dem Mann stammte, der Zeit oder Geld in ihn investierte, wurde Keuschheit zu einer wichtigen weiblichen Tugend. Dabei haben Frauen sich Bräuchen unterworfen, »die gezielt zur Kontrolle der weiblichen Sexualität ersonnen wurden«, wie Angier schreibt. Hierzu zählen das Vernähen der Schamlippen, die Beschneidung der Klitoris, aber auch Verschleierung und Klausur, nicht nur in Klöstern, sondern auch in den Häusern von Vätern und Gatten. So verwundert es nicht, dass Jungfräulichkeit in fast allen Kulturen und Religionen eine große Rolle spielt.
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