Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Kultur & Gesellschaft
Der Kamin. Warum will ihn jetzt jeder haben?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Ein prasselnder Kamin erzeugt romantische Stimmung in den eigenen vier Wänden.
Egal ob in der Dreizimmerwohnung in München-Schwabing oder in einer Prachtvilla Hollywoods: Diesen Winter geht es nicht ohne Prasseln, Knacken, Rauchen und Knistern. Der Kamin ist das neue Suchtobjekt der Trendsetter. Es gibt ihn in zwei Varianten: den geschlossenen Kamin zum Heizen oder als Kachelofen – und den offenen Kamin, eine reine »Wohlfühl-Feuerstelle«, die sich nicht zum Heizen eignet. Denn beim offenen Feuer entweichen achtzig Prozent der Wärme durch den Schornstein, bei der geschlossenen Variante hingegen werden 70 Prozent der Energie als Wärme an den Raum abgegeben.
Mit einem geschlossenen Kamin kann man zudem Heizkosten sparen: Wenn man Holz verbrennt, kostet die Kilowattstunde Wärme rund zwei bis drei Cent. Öl oder Gas kosten dagegen fast sechs Cent. Der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik schätzt, dass im Jahr 2005 rund 350000 Kaminöfen sowie Kamin- und Kachelofeneinsätze verkauft wurden. Das sind rund 25 Prozent mehr als 2004 und sogar fast doppelt so viele wie 2001 (zum Vergleich: In Deutschland werden jährlich rund 600000 bis 800000 Zentralheizungen verkauft).
Voraussetzung für alle Kamineinbauten: Das Feuer braucht ausreichend Luft, um zu brennen (Zuluft; d. h. das Zimmer darf nicht zu klein sein) und der Rauch muss abziehen können (Abluft). »Dabei ist wichtig, dass ein geeigneter Schornstein vorhanden ist. In älteren Häusern ist das meist der Fall. Ansonsten besteht die Möglichkeit, an der Fassade – natürlich unter Beachtung der Bauordnung – einen doppelwandigen Edelstahl-Schornstein anzubringen oder auch einen Schornstein aus Formstücken zu mauern«, so Nils Weingärtner von der Schornsteinfegerinnung Rhein-Main. Als Mieter braucht man dazu natürlich die Zustimmung des Vermieters.
Die gängigsten Modelle
Grundkachelofen: Der Klassiker besteht aus Schamottesteinen und ist mit Kacheln ummantelt. Die Energie, die durch das Verbrennen von Holz entsteht, wird in den Steinen gespeichert und gleichmäßig über Stunden als Strahlungswärme abgegeben.
Kaminofen: Der kleine Bruder des Kachelofens wird auch Schwedenofen genannt. Perfekt für alle, die sich preisgünstig und schnell ein prasselndes Feuer in die Wohnung holen möchten. Er wird einfach im Zimmer auf eine Brandschutzplatte gestellt und per Rauchrohr an den Schornstein angeschlossen.
Warmluftkachelofen: Er ist eine neue Variante des Kachelofens. Er kann nicht nur mit Holz, sondern auch mit Öl und Gas beheizt werden. Sein Vorteil: Durch eingebaute Warmluftkanäle kann die Wärme in mehrere Räume geleitet werden.

























