Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Petrus
Der Fischer und das Erbe Jesu
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Um es gleich vorwegzunehmen: Er hat wirklich gelebt. Petrus ist keine Figur aus einer frommen Legende. Man weiß, dass es den Apostel gegeben hat. Sein Zeitgenosse Paulus hat ihn kennengelernt und über ihn berichtet, etwa im Brief an die Galater, in dem Paulus von seiner eigenen wundersamen Bekehrung erzählt: Dass Gott »seinen Sohn in mir offenbarte, damit ich ihn durchs Evangelium verkündigen sollte«. Kurz nach dieser Offenbarung reiste Paulus nach Arabien und dann nach Jerusalem, um Petrus zu begegnen.
Er schreibt, er habe damals zwei Wochen mit dem Apostel verbracht. Man kann sich diesen Besuch noch heute lebhaft vorstellen: Die zwei Urchristen flanieren durch die engen Gassen Jerusalems oder sitzen einander in einem sicheren Unterschlupf gegenüber und diskutieren über Gott und die Welt. Paulus stellt viele Fragen. Sein Gastgeber Petrus, eine führende Figur in der neuen religiösen Bewegung, erzählt über seinen unlängst verstorbenen Freund Jesus. Und er ermöglicht Paulus den Kontakt zu anderen Glaubensgenossen.
Vergebens sucht man allerdings nach einer lückenlosen, umfassenden Biografie über Petrus. Lediglich anhand der Texte des Neuen Testaments, die ihn 180-mal namentlich erwähnen, und aus den Schriften der frühen Kirchenväter kann man sein Leben notdürftig rekonstruieren. Petrus stammte aus Galiläa, das heißt: aus der tiefsten Provinz. Er wurde im kleinen Dorf Bethsaida am nördlichen Ufer des Sees Genezareth im Norden des heutigen Israels geboren. Sein Geburtsjahr ist unbekannt. Wahrscheinlich war er aber ein paar Jahre jünger als sein Freund und Meister Jesus, der übrigens seine Jugend etwa 30 Kilometer westlich von Bethsaida in Nazareth verbrachte.
Vor seiner Berufung trug der Apostel den hebräischen Namen Schimon bar Jona (oder griechisch: Simon) – Sohn des Jonas (oder Johannes). Während seiner Jugend übersiedelte Simon – vielleicht mit der ganzen Familie – in den Nachbarort Kapernaum, drei Kilometer südwestlich von Bethsaida. Dort heiratete er und bezog mit Frau und Schwiegermutter ein Haus am Seeufer der Kleinstadt.
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