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DDR-Schick

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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DDR-SchickDDR-Schick

Gleich zweimal hat Berlin konserviert, was viele Bewohner der Stadt am liebsten ganz hinter sich gelassen hätten: das klassische DDR-Design, in Alltagsgegenständen ebenso wie in der Einrichtungskultur. In der »Museumswohnung WBS 70« ist eine original erhaltene 61 Quadratmeter große Dreizimmerwohnung zu besichtigen.

Über 40 Prozent der Plattenbauten der DDR wurden in den 1970er-Jahren im Typ WBS 70 (Wohnbauserie 70) errichtet. Als »Fickzelle mit Warmwasseranschluss« hat der DDR Schriftsteller Heiner Müller despektierlich diese »Traumwohnung« vieler Bürger bezeichnet – jetzt wird sie zur Wallfahrtsstätte für neugierige Touristen aus aller Welt. Stühle aus Albanien, ein Teppich aus der Volksrepublik Mongolei, die Schrankwand Modell Favorit mit böhmischen Kristallgläsern, das TV-Gerät Marke Robotron – so sah die DDR-Behaglichkeit aus.

Noch sehr viel mehr »Ostalgie« ist im seit Juli 2006 geöffneten »DDR-Museum Berlin« zu sehen: Auf 400 Quadratmetern gibt es Ostkultur zum Anfassen. Besucher können sich in einen authentischen Trabbi setzen, eine virtuelle Fahrt inklusive der typischen Motorgeräusche durch eine Plattenbausiedlung unternehmen.

Sie können in den Schränken DDR-Klamotten befingern, Küchenschränke nach Kochprodukten der Republik durchkramen und in echten DDR-Kinosesseln Reportagen anschauen, die im Osten früher über die Fernsehschirme flimmerten.

Das Museum ist nicht nur aufgrund seiner Exponate sehenswert, auch seine
Gestaltung mit vielen interaktiven Angeboten gilt als weltweit einzigartig.

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