Grundlagenforschung ist, was ich tue, wenn ich nicht weiß, was ich tue.
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Katharina II.
Das wahre Gesicht der großen Zarin
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Um die Mitte des 18. Jahrhunderts trat eine Person auf die öffentliche Bühne, die sich, würde man heutige Maßstäbe anlegen, zum »Medienstar«, quasi zur »Lady Diana« ihrer Zeit entwickelte: Katharina II., Kaiserin von Russland, schon zu Lebzeiten »die Große« genannt. Es war der Stoff, aus dem Geschichten (aber nicht Geschichte) gestrickt werden: arme deutsche Prinzessin am fernen Zarenhof, verheiratet mit einem ungeliebten, etwas närrischen Thronanwärter, lange im Schatten einer allmächtigen Herrscherin stehend, umgeben von Intriganten. Und, dies unterschied ihre von Dianas Geschichte und stellte den eigentlichen Zündstoff dar: Katharina als männerverschlingender Vamp, die sich fast jeden gut aussehenden jungen Mann zum Liebhaber nahm und unzählige, nicht mit ihrem Ehemann gezeugte Kinder in die Welt setzte.
Hinzu kam: Russland war ein Riesenreich voller Geheimnisse, die Metropolen Sankt Petersburg und Moskau lagen weit entfernt von den »klassischen« Zentren Paris und London – Russen sah man als halbzivilisierte Barbaren an. Natürlich fehlte es auch nicht an der nötigen Dramatik: Katharina brachte es zur allein herrschenden Kaiserin, nachdem sie ihren Mann, Zar Peter III., der nur etwas mehr als ein halbes Jahr regiert hatte, vom Thron putschte. Und schließlich der Höhepunkt: Der vormalige Kaiser wurde wenig später ermordet – im Auftrag seiner Frau, wie allgemein geglaubt wurde.
So weit also die Nachrichtenlage über den neuen Superstar des 18. Jahrhunderts. Doch was war wirklich dran an diesen Gerüchten, Spekulationen, Wahrheiten und Halbwahrheiten?
- Zarinnen
- Zar Iwan
























