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Voynich-Manuskript

Das Voynich-Manuskript enträtselt

Heute wird das Voynich-Manuskript in der Beinecke-Bibliothek für seltene Bücher und Manuskripte der US-amerikanischen Yale-Universität aufbewahrt.Heute wird das Voynich-Manuskript in der Beinecke-Bibliothek für seltene Bücher und Manuskripte der US-amerikanischen Yale-Universität aufbewahrt.
Heute wird das Voynich-Manuskript in der Beinecke-Bibliothek für seltene Bücher und Manuskripte der US-amerikanischen Yale-Universität aufbewahrt.

Die Geschichte des Voynich-Manuskripts

500 Jahre ist das Voynich-Manuskript alt, aber bis heute wurde der Text nicht entschlüsselt. Das wird auch nie geschehen, meint der Informatiker Gordon Rugg von der britischen Keele Universität. Nach der Rekonstruktion einer möglichen Entstehungsgeschichte des Voynich-Manuskripts hält er das rätselhafte Buchstaben-Gewirr für einen genialen Schwindel.

Erstmals tauchte das Voynich-Manuskript Ende des 16. Jahrhunderts auf, als Rudolf II. von Habsburg es zum enormen Preis von 600 Dukaten erwarb. Doch nur wenige Jahre später ging es verloren, um erst 1912 im italienischen Frascati wieder aufzutauchen. Dort erwarb das Voynich-Manuskript der amerikanische Sammler Wilfred Voynich. Heute wird die Handschrift in der Beinecke-Bibliothek für seltene Bücher und Manuskripte der US-amerikanischen Yale-Universität aufbewahrt.

Was zeigt das Voynich-Manuskript?

Auf über 200 Seiten zeigt das Voynich-Manuskript Illustrationen von Pflanzen, astrologische Diagramme und nackte Frauengestalten, dazwischen Textblöcke, die sich allerdings keiner bekannten Schrift zuordnen lassen. Über die Bedeutung des Voynich-Manuskripts gibt es zahlreiche Spekulationen, zumal Forscher im Text linguistische Strukturen feststellten. Für viele ist dies ein Hinweis, dass es sich nicht um eine willkürliche, sondern eine sinnvolle Zeichenfolge handelt.

Rugg versuchte indes keine Decodierung des Textes des Voynich-Manuskripts, sondern rekonstruierte die Methode, mit der er entstanden sein könnte. Dazu erstellte er nach dem Zufallsprinzip eine Tabelle mit Zeichenkombinationen, die er jeweils als Vor- Mittel- oder Nachsilben neuer "Wörter" festlegte. Über diese Tabelle schob er ein so genanntes Cardan-Gitter, eine Schablone mit drei Fenstern, wie sie im 16. Jahrhundert zur Verschlüsselung von Texten verwendet wurde. Beim Transkribieren der jeweils sichtbaren "Silben" entstand eine Zeichenfolge mit scheinbar linguistischer Struktur, ähnlich dem Voynich-Text. Einleuchtend ist Ruggs These auch für den Londoner Mediävisten Philip Neal: "Ich habe die Hoffnung zwar noch nicht aufgegeben, dass der Text eine Bedeutung hat" sagt er, "aber dies macht es weniger wahrscheinlich."
 

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