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Elisabeth I. gegen Maria Stuart
Das Duell der Königinnen
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Sie sind Cousinen, und sie werden im Lauf ihres Lebens zu Erzfeindinnen. Am Ende ist nur noch Platz für eine ...
Um also diese Angelegenheit auf festen Grund zu bauen und sie zu gutem Erfolg zu führen, müsset Ihr auf das Genaueste in Betracht ziehen, wie viele Leute, sowohl Fußvolk wie Reiter, Ihr aufbringen könntet, und wer in jeder Grafschaft ihre Führung übernimmt«, schreibt Schottlands Königin Maria Stuart am 17. Juli 1586 an ihren neu gewonnenen Freund Anthony Babington. Sie kränkelt ein wenig und ist im entlegenen Landhaus Chartley Hall eingesperrt. Trotzdem glaubt Maria, mit dem Verschwörerkreis um Babington die englische Krone für sich erobern zu können, vom politischen Häftling wieder zur strahlenden Herrscherin zu werden. In Bierfässern wird die geheime Korrespondenz geschmuggelt. Der jüngste Brief ist wie eine Anweisung, die Bauern und Läufer auf einem Schachbrett richtig in Position zu bringen, obwohl Maria die Spielfiguren langsam ausgehen. Sie selbst ist die schwarze Königin in diesem politischen Schachspiel, schwarz wie die Gewänder, die sie als fromme Katholikin gerne trägt. Ihr ganzes Leben lang ist sie schon in dieser Partie gegen die weiße Königin gefangen, weiß, die Farbe der Unschuld, die der Jungfrauen; weiß, die Farbe der Lieblingsschminke von Elisabeth I. von England, der »jungfräulichen Königin«, wie man sie nennt.
Im Jahr 1586 stehen sich die beiden direkt gegenüber: Maria Stuart, schottisch, katholisch – und Elisabeth I., englisch, protestantisch, neun Jahre älter als Maria. Sie können sich nicht mehr aus dem Weg gehen, keine anderen Figuren mehr vorschicken, und sie wissen beide, dass nur eine von ihnen die Partie lebend überstehen wird. Für beide ist kein Platz mehr auf dem politischen Spielbrett der Insel, die sie ihre Heimat nennen, und in dessen Landessprache das aktuelle Modewort »Politick« Tricks und Machtspiele bedeutet. Und auch sie selbst, die Königinnen, sind bei all ihrer Entscheidungsfreiheit nur Figuren in einem Spiel der internationalen Mächte. Und den Sieg wird am Ende ein König davontragen. Wer wird es sein?
Um also diese Angelegenheit auf festen Grund zu bauen und sie zu gutem Erfolg zu führen, müsset Ihr auf das Genaueste in Betracht ziehen, wie viele Leute, sowohl Fußvolk wie Reiter, Ihr aufbringen könntet, und wer in jeder Grafschaft ihre Führung übernimmt«, schreibt Schottlands Königin Maria Stuart am 17. Juli 1586 an ihren neu gewonnenen Freund Anthony Babington. Sie kränkelt ein wenig und ist im entlegenen Landhaus Chartley Hall eingesperrt. Trotzdem glaubt Maria, mit dem Verschwörerkreis um Babington die englische Krone für sich erobern zu können, vom politischen Häftling wieder zur strahlenden Herrscherin zu werden. In Bierfässern wird die geheime Korrespondenz geschmuggelt. Der jüngste Brief ist wie eine Anweisung, die Bauern und Läufer auf einem Schachbrett richtig in Position zu bringen, obwohl Maria die Spielfiguren langsam ausgehen. Sie selbst ist die schwarze Königin in diesem politischen Schachspiel, schwarz wie die Gewänder, die sie als fromme Katholikin gerne trägt. Ihr ganzes Leben lang ist sie schon in dieser Partie gegen die weiße Königin gefangen, weiß, die Farbe der Unschuld, die der Jungfrauen; weiß, die Farbe der Lieblingsschminke von Elisabeth I. von England, der »jungfräulichen Königin«, wie man sie nennt.
Im Jahr 1586 stehen sich die beiden direkt gegenüber: Maria Stuart, schottisch, katholisch – und Elisabeth I., englisch, protestantisch, neun Jahre älter als Maria. Sie können sich nicht mehr aus dem Weg gehen, keine anderen Figuren mehr vorschicken, und sie wissen beide, dass nur eine von ihnen die Partie lebend überstehen wird. Für beide ist kein Platz mehr auf dem politischen Spielbrett der Insel, die sie ihre Heimat nennen, und in dessen Landessprache das aktuelle Modewort »Politick« Tricks und Machtspiele bedeutet. Und auch sie selbst, die Königinnen, sind bei all ihrer Entscheidungsfreiheit nur Figuren in einem Spiel der internationalen Mächte. Und den Sieg wird am Ende ein König davontragen. Wer wird es sein?
Autor/in: Felicia Englmann
Mehr zum Thema:
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