Grundlagenforschung ist, was ich tue, wenn ich nicht weiß, was ich tue.
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Biografie eines Hotels
Das „Baur au Lac“, Zürich
Dieser Artikel stammt aus P.M. Biografie
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Erst kamen Könige und Kaiser, dann folgten Künstler und Literaten, und schließlich der eine oder andere Hochstapler. Die noble Adresse an der Bahnhofstraße war eines der ersten Grand Hotels überhaupt und von jeher eine Bühne für Geschichten, die das Leben schrieb.
„Ich lebe zur Zeit mit Katia auf größtem Fuß“, schreibt Thomas Mann 1905 auf Hotel-Briefpapier an seinen Bruder Heinrich, „mit ‚Lunch‘ und ‚Diner‘ und abends Smoking und Livréekellner, die vor einem herlaufen und die Thüren oeffnen.“ Der damals 30-Jährige ist ins Baur au Lac gekommen, um mit seiner frischangetrauten Frau die Flitterwochen zu verbringen. Und er fährt fort: „Ich habe, trotz der Versicherungen von allen Seiten über die hygienische Förderlichkeit der Ehe, nicht immer einen guten Magen und darum auch nicht immer ein gutes Gewissen bei diesem Schlaraffenleben.“ Alles in allem aber ist der Züricher Auf-enthalt wohl doch ein solcher Erfolg, dass die Manns für die nächsten 50 Jahre zu treuen Stammgästen werden.
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