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Religionen in Deutschland

Christlicher Glaube: Welche Kirche lehrt was?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Alle verehren Jesus als den Erlöser. Trotzdem gibt es zwischen den einzelnen Konfessionen erhebliche Unterschiede.

Die katholische Kirche? Bei diesem Stichwort denkt jeder an den Papst und an den Vatikan. Denn wer katholisch sagt, meint römisch-katholisch. Doch die Gleichsetzung stimmt nicht immer: Es gibt auch die alt-katholische Kirche, die sich ein wenig wie das berühmte gallische Dorf der Übermacht Roms widersetzt. Gerade einmal 25000 Mitglieder hat diese kleine Glaubensgemeinschaft in Deutschland, und anders als für die mehr als 25 Millionen römisch-katholischen Christen hierzulande ist Papst Benedikt XVI. nicht ihr Oberhaupt. Irreführend ist der Name »alt-katholisch«: Diese Kirche entstand erst im 19. Jahrhundert – unter anderem, weil viele Katholiken das damals aufgestellte Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubensfragen ablehnten.

Das Bild vom Christentum prägen in Deutschland die römisch-katholische sowie die evangelische Kirche mit ihren jeweils 25 Millionen Gläubigen. Aber diese Zahlen täuschen da-rüber hinweg, wie vielfältig das christliche Leben zwischen Nordsee und Alpen ist. Da gibt es zum Beispiel in der evangelischen Kirche nicht nur lutherische, sondern auch reformierte Gemeinden. Da gibt es Baptisten, Methodisten und Mennoniten, die sich zu den evangelischen Freikirchen zählen. Und da gibt es den orthodoxen Glauben, der nicht nur im Osten Europas verbreitet ist: Mit ihren 1,2 Millionen Mitgliedern ist die orthodoxe Kirche in Deutschland unter den christlichen die drittgrößte.

Christliche Kirchen in Deutschland: Das ist mehr als katholisch und evangelisch. Das ist ein buntes Bild von kleineren und größeren Gemeinschaften, die sich zum Teil in Glaubensgrundsätzen unterscheiden. Aber noch viel öfter im alltäglichen Leben der Gemeinden, in ihren Gottesdiensten oder der Art und Weise, wie sie ihre Kirchen bauen und schmücken.
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Autor/in: Carsten Hauptmeier


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