Grundlagenforschung ist, was ich tue, wenn ich nicht weiß, was ich tue.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
03/2012
Ausgabe
03/2012
92 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei Qualitäts-Kochtopf-Sets!
Ausgabe
03/2012
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Geschichte & Politik
Chirurgie in der Steinzeit?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Lange Zeit wollten es Experten kaum glauben, doch Knochenfunde belegen eindeutig: Bereits in der Steinzeit wurden Schädeloperationen durchgeführt!
Neben Amputationen gehört die sogenannte Trepanation – die chirurgische Schädelöffnung – zu den ältesten OP-Techniken überhaupt. Die ersten sicheren Belege für derartige Eingriffe stammen aus dem Beginn der Jungsteinzeit um etwa 5500 v. Chr. . Weltweit wurden mehrere hundert Schädel aus den folgenden Jahrtausenden gefunden, in die mithilfe von Feuersteinklingen Löcher geschabt, geschnitten oder gebohrt worden waren.
Ursprünglich glaubten Archäologen, diese Eingriffe seien aus magischen Gründen erfolgt, etwa, um Geister aus dem Kopf zu entfernen. Doch mittlerweile sind die Experten überzeugt, dass sie zu medizinischen Zwecken durchgeführt wurden. Indem man den Schädel öffnete, wurde versucht, starke Kopfschmerzen oder schwere Verletzungen zu lindern. Tatsächlich ließen sich auf diese Weise zum Beispiel Blutergüsse beseitigen, die sich unterhalb des Schädelknochens gebildet hatten.
Bei den Operationen vermieden es die Medizinmänner peinlichst genau, die Hirnhaut zu verletzen, die das Gehirn schützt. Dank so viel Vorsicht waren dann die Überlebens- und Genesungschancen erstaunlich hoch. Sie lagen bei etwa 80 Prozent, wie verheilte Wundränder und Knochenneubildungen zeigen. Die Schmerzen, die ein solcher Eingriff verursacht haben muss, mag man sich allerdings nicht vorstellen. Vielleicht versuchten die Steinzeitpatienten, sich mit Schlafmohn zu betäuben, doch allzu groß dürfte seine Wirkung nicht gewesen sein.
Im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim gibt es bis 31. Oktober 2007 die Sonderausstellung »Löcher im Kopf« – ein Streifzug durch die Geschichte der Trepanation. Eintritt: Erwachsene 3 Euro (Kinder 1,50 Euro).

























