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De bello Gallico

Caeasars Klassiker als Bildungsgut

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Eigentlich wollte Caesar mit seinem Kriegsbericht den Senat in Rom von seinen Qualitäten als Feldherr überzeugen. Doch 2000 Jahre später bereitet sein Werk den Lateinschülern immer noch Kopfzerbrechen ...

Am Anfang war – »ganz Gallien«: Zwei Wörter nur. Und jeder Lateinschüler weiß, was nun kommen wird. Oder? »Wir befinden uns im Jahr 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt ... Ganz Gallien? Nein!« – Aber, Moment mal: Beginnt so wirklich Caesars Buch »Commentarii de Bello Gallico«, von dem wir hier erzählen wollen? Man muss nicht das Latinum haben, um zu wissen: Unser berühmtes Zitat leitet jeden Band der Comic-Reihe »Asterix« ein.

Caesars Selbstdarstellung über seine Kampagne in Frankreich beginnt so: »Gallia est omnis divisa in partes tres ...« (Ganz Gallien ist in drei Teile geteilt). Das klingt auch ziemlich griffig und ist ebenfalls Generationen von Lateinschülern im Ohr. Im Gegensatz zum fiktiven Comic ist es vor allem eines: politische Propaganda. Und so etwas sollen 14-Jährige lesen? Was heißt lesen – übersetzen, analysieren, Haupt- und Nebensätze aufspüren, den A.c.I. (Accusativus cum infinitivo) und den Ablativus absolutus – und was die lateinische Grammatik sonst an Feinheiten bietet. Ach so – und das Ganze sollen sie dann auch noch verstehen und interpretieren.
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
Autor/in: Martin Bernstein


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