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New Orleans

Blues, Schweiß und Bourbon

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Mitten im Sumpf, durch den der Mississippi fließt, gründeten französische Kolonisten um 1720 eine Stadt und benannten sie nach dem Regenten Philipp II., dem Herzog von Orléans. Aus ihr wurde durch Sklavenarbeit und tüchtige Händler die Metropole des Südens.

Es bleibt für jeden, der es erlebt hat, ein unvergesslicher Eindruck, die Stadt New Orleans über die Lake-Pontchartrain-Brücke anzufahren. Dieses Bauwerk, das knapp vierzig Kilometer lang ist, scheint nur wenige Meter über der Wasseroberfläche zu schweben. Auf weiten Strecken sieht man nirgends ein Ufer. Es ist ein unheimliches Gefühl – als wäre man auf hoher See. Dann, plötzlich, erblickt man die Spitzen der Hochhäuser des Financial Districts. Allmählich rückt die ganze Silhouette der Stadt ins Blickfeld, und kurz darauf ist man schon mittendrin – in New Orleans.

»Das kann nicht Amerika sein!«, denkt der Besucher. Die Architektur, die Atmosphäre – alles ist irgendwie europäisch. Und das Gefühl beschleicht einen nicht nur im French Quarter, dem Touristenviertel. Auch in dessen Nachbarschaft gibt es lange Straßenzüge mit alten Häusern, deren verschnörkelte gusseiserne Balkongeländer an Frankreich oder Spanien erinnern. Etwas Fremdartiges, Exotisches liegt in der schwülen Luft der Stadt.
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Autor/in: P.J. Blumenthal


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