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Natur & Reise
Besseres Raumklima durch Pflanzen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Grünzeug im Büro hebt nicht nur die Stimmung, es kann auch für gute Luft sorgen.
Eine Emnid-Umfrage unter Nachwuchsmanagern ergab, dass Pflanzen am Arbeitsplatz für die Qualität der Arbeitsatmosphäre höher bewertet werden als eine optimale technische Ausstattung. Doch haben Gummibaum und Co. auch messbare gesundheitliche Effekte?
Mehrere Studien weisen darauf hin. Zum einen gelten Pflanzen als effektive Luftbefeuchter, wenn in der trockenen Heizungsluft die Luftfeuchte unter die idealen 30 bis 40 Prozent fällt. Zyperngras und Zimmerlinde etwa geben einen Großteil ihres Gießwassers wieder an die Luft ab. Zum anderen zeigen Experimente z. B. der NASA, dass Pflanzen auch Schadstoffe aus der Luft filtern: Vor allem Ficus, Strahlenaralie, Efeutute und Pupurtute nehmen das Umweltgift Formaldehyd auf und wandeln es in harmlose Aminosäuren und Zucker um.
Formaldehyd dünstet wie viele flüchtige organische Verbindungen (VOCs) aus Möbeln, Bodenbelägen, Textilien und Zigaretten und gilt als krebserregend. Auch den Gehalt des VOCs Benzol können Pflanzen (Einblatt und Bogenhanf) reduzieren. Ein regelrechter Gift-Allesfresser ist der Drachenbaum, der eine Reihe unterschiedlicher Schadstoffe absorbiert.
Viele Forscher sind der Meinung, dass der Filtereffekt der Pflanzen relativ gering sei und man einen kleinen Urwald im Zimmer bräuchte, um einen merklichen Effekt zu erzielen. Margaret Burchett von der Technologischen Universität Sydney sieht das jedoch anders: Versuche ihres Teams ergaben, dass schon drei bis sechs Drachenbäume und Einblatt-Pflanzen im Tischformat den Luftgehalt der VOCs in einem Raum um 50 bis 70 Prozent senken können. Also, spießig oder nicht – her mit dem Grünzeug!

























