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Pyramiden
Berge aus Stein, geschaffen für die Ewigkeit
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Schon die zeitliche Dimension ist gewaltig: Tausend Jahre lang türmten die Ägypter riesige Bauwerke aus Stein und Lehmziegeln auf – von etwa 2740 bis 1759 v. Chr. Diese Epoche bezeichnet man als das Alte und das Mittlere Reich: die Zeit von der dritten bis zur achten sowie die zweite Hälfte der elften und die zwölfte Königsdynastie. Wie viele Bauten damals entstanden, kann man nur schätzen: In Ägypten gibt es etwa 110 Pyramiden; ab dem 1. Jahrtausend v. Chr. wurden Hunderte weitere Pyramiden in Nubien (heute Sudan) errichtet.
Warum bauten die alten Ägypter überhaupt Pyramiden? Die Spurensuche beginnt in der mittelägyptischen Stadt Abydos, der Stadt des Osiris. Man glaubte, dass dieser Totengott einst ein gerechter König war. Deshalb wurde sein Bruder Seth eifersüchtig auf ihn. Er tötete Osiris, zerstückelte die Leiche und verstreute die Einzelteile über die Welt. Dann geschah ein Wunder: Isis, die trauernde Gemahlin des Osiris, setzte den Leichnam ihres Mannes auf magische Weise wieder zusammen und erweckte ihn als Mumie zum Leben. Er wurde jedenfalls so lebendig, dass sie von ihrem untoten Gatten einen Sohn empfing. Die sterbliche Hülle des Osiris wurde dort bestattet, wo Isis seinen Kopf gefunden hatte: in Abydos. Allerdings gibt es keinen Beleg dafür, dass der Osiris-Mythos bereits um 3200 v. Chr. existierte, als sich die ersten Könige in Abydos beisetzen ließen – damals herrschte dort der Totengott Chontamenti.
Seit dem 19. Jahrhundert werden die frühen Königsgräber von Abydos erforscht. Dabei standen nicht immer nur wissenschaftliche Ziele im Vordergrund – auch für Streit und Rivalität war gesorgt.
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