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Psychologie & Gesundheit

Bei welchem Sport verletzt man sich schnell?

Das Risiko in den Mannschafts-Kontaktsportarten ist höher, weil der Kampf um den Ball den wesentlichen Faktor darstelltDas Risiko in den Mannschafts-Kontaktsportarten ist höher, weil der Kampf um den Ball den wesentlichen Faktor darstellt
Das Risiko in den Mannschafts-Kontaktsportarten ist höher, weil der Kampf um den Ball den wesentlichen Faktor darstellt
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Das Monocoque eines Formel-1-Boliden muss extreme Crash-tests bestehen. Selbst bei spektakulären Unfällen bleibt es oft heil. Doch das sicherste Cockpit reduziert nicht die gefährlichen Fliehkräfte, denen der Fahrer ausgesetzt ist. Bei einer Vollbremsung wirkt das Fünffache des Eigengewichts auf den Körper, Tränen schießen aus den Augen ans Visier des Piloten. Berechnungen haben ergeben, dass er über eine Renndistanz von 300 Kilometern mit Nacken, Armen und Beinen 40000 Kilo stemmen muss. Fliehkräfte waren es auch, die 1994 die Ski-Abfahrerin Ulrike Maier umgebracht haben. Ihr Körper geriet nach dem Sturz in Garmisch ins Rotieren, ihr Kopf beschleunigte auf 200 Stundenkilometer.

1,25 Millionen Unfälle gibt es in Deutschland jedes Jahr im Sport. Zehn Prozent davon passieren beim Skifahren. Aber bei Ballsportarten verletzt man sich schneller. »Pro tausend Sportstunden«, so Heribert

Gläser von der Auswertungsstelle für Sportunfälle einer Versicherung, »gibt es beim Skifahren 0,3 Verletzungen. Beim Fußball 1,0 und bei Hand- und Basketball je 1,2. Das Risiko in den Mannschafts-Kontaktsportarten ist höher, weil der Kampf um den Ball den wesentlichen Faktor darstellt.«

36000 Unfälle jährlich gibt es beim Basketball, 92000 beim Handball, 411000 beim Fußball. Wobei Fußball sogar gefährlicher ist als American Football, bei dem die Spieler Helme tragen, die zum Beispiel vor Augenverletzungen schützen. Fußball macht auch dümmer. Finnische Forscher fanden heraus, dass doppelt so viele Fußballer wie Footballer an »kognitiver Dysfunktion« leiden, verursacht durch Kopfbälle und Stöße gegen den Kopf.

Jogging ist auch nicht ungefährlich, 48000 Unfälle passieren im Jahr, bei Gymnastik verletzen sich 54000 Menschen. Langes Fahren auf dem Rennrad vermindert die Penisdurchblutung, kann zu Erektionsstörungen führen. Und auch das Angeln hat es in sich: Der Arzt Keith Berend von der Duke University in North Carolina fand heraus, dass 69 Prozent aller Fliegenfischer Rückenschmerzen haben, 25 Prozent klagen über Beschwerden in den Handgelenken.

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