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Auto&Verkehr im Umbruch: Die Auto-Mobilität auf die Spitze treiben

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Dass wir uns derzeit in einer evolutionären wie gleichermaßen revolutionären Phase der Mobilität des Personenverkehrs befinden, mag keiner mehr bezweifeln. Welches der vielen Konzepte sich durchsetzen und wie sich die Angebote maßgeschneidert an das individuelle Mobilitätsbedürfnis anpassen werden, ist noch nicht entschieden. Ob der Dreisatz stimmt, Fernstrecken werden mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, bewältigt, mittlere Entfernungen mit Hybrid und der Verkehr in Ballungsgebieten wird vom Elektroauto getragen, ist noch nicht sicher. Es gibt einfach zu viele Optionen. Sicher scheint zu sein, dass einziges Automobil für alle drei Einsatzgebiete wird es wohl nicht mehr geben.

So kann der Fernverkehr auf drei Säulen ruhen. Für die bieten sich sparsame Verbrennungsmotoren oder Hybridautos an. In naher Zukunft kommen Elektroautos mit Range-Extender hinzu, wie sie General Motors entwickelt. Ein kleiner Benzintank liefert den Sprit für einen kleinen Verbrennungsmotor. Er springt dann als Generator zur Erzeugung von Strom an, wenn die Batterien des Elektroautos leer sind. Eine mögliche, aber zugegebenermaßen wenig sinnvolle Lösung für Fernstrecke. Eher für kleine und mittlere Distanzen gedacht. Ähnliches gilt für das batteriebetriebene Elektroauto mit einer Brennstoffzelle als Reichweitenverlängerer. Nur wird jetzt Wasserstoff anstelle von Benzin mitgeführt.

Bei mittleren Distanzen könnte in Zukunft auf den reinen Verbrennungsmotor als ausschließlichen Antrieb verzichtet werden. Er stünde nur noch im Notfall bereit, ähnlich wie bei Erdgasautos mit Bi-Fuel-Antrieb und einer Benzinreserve von 12 Litern im Tank (wie übrigens Range Extender ebenso mit Gas betrieben werden können). In der Hauptsache bewältigen Hybridfahrzeuge diese Strecken. In späterer Zukunft Elektrofahrzeuge mit Schnellladefunktion und vielleicht auch in noch fernerer Zeit Brennstoffzellenautos.

Bleibt die Kurzstrecke. Rein batterieelektrisch fahren, ohne einen zweiten Antrieb als Reserve verlangt kurze Entfernungen, ausreichende Ladestruktur und die Möglichkeit, die Akkumulatoren mit erhöhter Spannung auch mal binnen 2-3 Stunden voll zu laden. Der Plug-In-Hybrid, mit erweiterter elektrischer Reichweite von 20 Kilometern und mehr, wäre sicherlich für einige Pendler überlegenswert. Die Brennstoffzelle hätte dann eine größere Chance, wenn der notwendige Wasserstoff über Nacht im heimischen Keller oder in der Garage erzeugt und getankt werden könnte. Sicherlich ist dies aus Sicherheitsgründen höchst kritisch zu sehen.

Aber vielleicht kehrt die Brennstoffzellentechnik auch wieder zu ihren Anfängen zurück und wird von Methanol betrieben. Diese Technologie ist schon jetzt für Camper erhältlich. Wie ein Modul werden die Methanoltanks an die Fuel Cell angedockt. Sie liefert im autarken Wohnmobil Wärme und Strom. Wird der Strom auch noch für den Antrieb genutzt, hieße es, in Zeichen der sich wandelnden Mobilität, die Auto-Mobilität auf die Spitze zu treiben.

02.02.2010

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