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Psychologie & Gesundheit

Aufwachen während der OP – was dann?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Aufwachen während der OP – was dann?Aufwachen während der OP – was dann?
iStockphoto

Wenn der Patient vor einer Operation in Tiefschlaf versetzt wird, geschieht dies in der Regel mittels einer sogenannten „balancierten Kombinationsnarkose“.

Das bedeutet, es wird nicht nur ein Anästhetikum, sondern ein ganzer Medikamenten-Cocktail verabreicht. So kann der Anästhesist Bewusstsein, Schmerzempfinden und Muskeln separat ausschalten und die Narkose individuell auf den jeweiligen Patienten einstellen.

Diese getrennte Abschaltung der einzelnen „Systeme“ birgt aber die Gefahr, dass der Patient aufgrund falscher Dosierung früher als geplant auf dem OP-Tisch erwacht, seine Muskeln aber noch betäubt sind und er unfähig ist, sich bemerkbar zu machen. Ein Alptraum, den die Mediziner „unerwünschte intraoperative Wachheit“ oder auch „Awareness“ (von engl: Wahrnehmungsfähigkeit) nennen.

Dieser, fast immer durch technisches oder menschliches Versagen verursachte Zustand kommt selten vor (nach einer Schätzung: 12 000 Mal auf acht Millionen OP´s in Vollnarkose) und wird häufig vom Narkosearzt nicht sofort bemerkt. Denn während einer OP werden zwar viele Körperfunktionen permanent kontrolliert, der Bewusstseinszustand des Patienten aber für gewöhnlich nicht direkt.

„Awareness“ ist für die meisten Betroffenen zwar nicht mit körperlichen Schmerzen verbunden, hat aber in vielen Fällen psychische Folgen wie zum Beispiel jahrelang wiederkehrende Panikattacken, Platzangst und Hilflosigkeitsgefühle.

Fragt Markus Schneider, E-Mail

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