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Audi startet Wankel-Elektroauto: A1 e-tron Test in München
Jetzt rollt auch Audi mit dem Elektroauto an. „Anfang nächsten Jahres starten wir die Wintererprobung des Audi A1 e-tron in Kundenhand“, kündigt Pressesprecher Eric Felber an. In der bayerischen Landeshauptstadt München sollen in Zusammenarbeit mit dem Energiekonzern Eon, den Stadtwerken und der Technischen Universität 20 Audi A1 e-tron unter realistischen Bedingungen ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen. Sie haben eine batterie-elektrische Reichweite von über 50 Kilometern und eine Spitzenleistung von 102 PS. Damit erreicht der Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.
Ist die Batterie erschöpft, dann springt ein Verbrennungsmotor an, der die Reichweite des Wagens auf 250 Kilometer erhöht. Er wird mit üblichem Benzin betrieben. Aber es ist kein herkömmliches Kolbentriebwerk sondern ein Wankel-Aggregat, das als Range Extender ausgelegt ist. Der Motor treibt nicht die Räder an, vielmehr den Generator, der den Strom an die Elektromotoren liefert. Auch dient er dazu, die Batterie mit 15 Kilowatt Ladeleistung wieder mit Strom zu füllen. Ferner erfüllt der Wankel-Motor die Aufgabe, bei starker Beschleunigung als Boost zu wirken und zusätzliche Antriebsenergie bereitzustellen. Nach dem Entwurf für die Normung zur Ermittlung des Verbrauchs solcher Fahrzeuge mit Range Extender ergibt sich ein Kraftstoffkonsum von 1,9 Liter pro 100 Kilometer für den e-tron. Das entspricht einem C02-Äquivalent von 45 Gramm pro Kilometer.
Der Start in der kalten Jahreszeit ist für Audi eine besondere Herausforderung an das batterie-elektrische System und den Wankelmotor. Denn er soll für die Klimatisierung des Wagens sorgen, um die Batterie zu entlasten und ihre Reichweite nicht dramatisch zu reduzieren. Daher wird der Wagen beim Losfahren immer dann mit dem Wankelmotor starten, um das Kühlwasser aufzuwärmen und die Heizung zu betrieben. Wird hingegen an der Ladestation geparkt und die Batterie gefüllt, ist es möglich, die Heizung vor dem Start via Handy oder Zeituhrprogrammierung zu aktivieren. Mit dieser Strategie folgen die Audi-Ingenieure dem von General Motors eingeschlagenen Weg des Range Extenders, wie er im Chevrolet Volt und Opel Ampera eingebaut ist. Hier jedoch wird ein Hubkolbenmotor verwendet, aber ein Wankelmotors wurde bereits erfolgreich unter Laborbedingungen erprobt.
Redaktioneller Hinweis: In der Oktober-Ausgabe der Wissens-Zeitschrift von P.M. (ab 17. September am Kiosk) wird Auto Special dieses Konzept in dem Artikel „Comeback des Wankels“ ausführlich vorgestellt.
09.09.2010























