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Raumfahrt

Anschnallpflicht auf Asteroiden

Anschnallpflicht auf AsteroidenAnschnallpflicht auf Asteroiden

Wenn eines Tages Astronauten auf Asteroiden landen, müssen sie nach dem Ausstieg aufpassen, dass sie nicht davonfliegen: je kleiner das Weltraumobjekt, desto geringer seine Schwerkraft – und desto geringer die Bodenhaftung eines Menschen.
Der Physiker Ian Garrick-Bethell vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat berechnet: Auf einem zehn Kilometer großen Asteroiden fliegt der Astronaut bei jedem Schritt einen Meter in die Höhe und hat erst in 30 Sekunden wieder Boden unter den Füßen. Auf kleineren Objekten könnte der Besucher sich mit einem zu kräftigen Schritt in die Umlaufbahn katapultieren.
Um die Erforschung von Asteroiden dennoch zu ermöglichen, hat der MIT-Wissenschaftler ein Sicherheitssystem entwickelt: Das Raumschiff umrundet den Gesteinsbrocken und wickelt dabei ein Seil um ihn herum; wenn sich der Astronaut daran wie ein Alpinist im Hochgebirge festhakt, braucht er nicht zu befürchten, bei der Arbeit im All zu verschwinden. Stellt der Asteroid für die Erde eine Bedrohung dar, schleppt ihn das Raumschiff am Seil ab.
US-Wissenschaftler, Astronauten und die Planetary Society haben sich dafür ausgesprochen, dass das nächste große Ziel der Raumfahrt nicht eine erneute Mondlandung sein sollte, sondern das Andocken an einem Asteroiden. Das könnte als Sprungbrett dienen für einen bemannten Marsflug. (Illustration: MacAllister)
 

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