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Gesellschaft
Alle reden über den islamischen Fundamentalismus: Wir reden hier über die christlichen Fundamentalisten!
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Es gibt immer mehr von ihnen. Auch bei uns. Doch nirgendwo haben sie so viel Macht wie in den USA. Dort beeinflussen sie das öffentliche Denken, die Politik und jetzt auch den Wahlkampf. Ihre Speerspitze sind die Kreationisten – mit ihrem Kampf gegen Aufklärung und Wissenschaft.
So haben wir es gelernt: dass Zellen von Pflanzen und Tieren sich im Aufbau nur wenig unterscheiden, dass der Archaeopteryx ein fossiles Beweisstück für die Abstammung der Vögel von den Reptilien ist, dass die Schädel der frühen Hominiden immer größer wurden ... In der achten Klasse steht die Evolution auf dem Lehrplan – eine in der westlichen Kultur fest verankerte Theorie. Glauben wir.Tatsächlich aber ist die Lehre von der Evolution der Lebewesen hart um-kämpft. Nicht irgendwo am Ende der Welt, sondern auch in Europa. Jüngst wollte die Berlusconi-Regierung die Evolutionstheorie in den italienischen Schulen abwürgen; nach lautem Protest und Hohngelächter ließ man dann doch die Finger davon.
Schon länger und sehr beharrlich und immer aggressiver wird in den USA gegen Darwin zu Felde gezogen. In 31 Bundesstaaten gibt es juristische und politische Auseinandersetzungen über die Darstellung von Darwins Ideen an Schulen. In Louisiana und Arizona müssen Lehrer vor Lektionen über Darwins Lehre Warnungen verlesen. In Kansas dürfen Evolution und Urknalltheorie nicht in staatlichen Leistungsprüfungen abgefragt werden, in Alabama werden Biologiebücher mit Stickern beklebt, die verkünden: »Evolution ist eine umstrittene Theorie, die einige Wissenschaftler als wissenschaftliche Erklärung für den Ursprung des Lebens präsentieren. Niemand war dabei, als das Leben auf der Erde entstand.« In Kentucky müssen Buchseiten zum Thema »Urknall« verklebt werden. Größere Schulbuchverlage verzichten inzwischen aus Angst vor Klagen vorsorglich auf die Erwähnung Charles Darwins oder das Reizwort Evolution.
»Man wird unserer Bewegung dereinst denselben historischen Stellenwert einräumen wie Luthers Reformation«, erklärt Ken Ham, Wortführer der bibelstrengen Fundamentalisten in den USA. Die von ihm gegründete Organisation »Answers in genesis« ist maßgeblich daran beteiligt, dass der Kreationismus – abgeleitet vom lateinischen »creatio« = Schöpfung – einen fulminanten Aufschwung erlebt. Kreationisten sind Menschen, deren Weltbild auf einer wortwörtlichen Interpretation der Bibel beruht.
Grundlage für all ihre Überzeugungen ist die Genesis, das erste Buch Mose. Für Kreationisten ist dieses Buch nicht ein spirituelles, metaphernreiches Werk – für sie ist das in der Bibel offenbarte Wissen in jeder Einzelheit exakt und irrtumsfrei. Die in der modernen Theologie übliche Methode, durch vertiefte Auslegung des Textes seine »eigentlichen« Botschaften herauszuarbeiten, wird strikt abgelehnt.
Diese Haltung führt zu erstaunlichen Glaubensinhalten: Adam wurde am Freitag, dem 17. September 3928 v. Chr., neun Uhr morgens – es war der sechste Schöpfungstag – geschaffen. Diese Berechnung stellte im 17. Jahrhundert der englische Theologe John Lightfoot an, als Fußnote lebte sie bis in die Neuzeit in Bibelübersetzungen weiter. So genau wollen es heutige Kreationisten allerdings nicht mehr wissen, aber am Zeitrahmen von rund 6000, allerhöchstens 10000 Jahren halten sie fest. In diesem Zeitraum hat Gott aus dem Nichts in sechs Tagen das Universum und alles in ihm erschaffen. Alle Menschen stammen von Adam und Eva ab, eine weltumspannende Sintflut gilt als historische Tatsache.
Demnach strandete vor 5000 Jahren die Arche Noah mit 21100 Tierarten am Berg Ararat im Osten Anatoliens. Neben Hobby-Archäologen suchen nun auch Scharen von Kreationisten geradezu verzweifelt nach Überresten des 137 Meter langen, 23 Meter breiten und 14 Meter hohen Schiffes, wie es in Genesis 6, Vers 15 geschrieben steht. Zur Arche selbst gibt es stapelweise seriös verbrämte Studien, die sich mit Konstruktion, Seetauglichkeit und Tierhaltung befassen; auch Saurier waren in der Arche, allerdings – aus Platznot – nur als Eier.
Zahlreicher noch sind die Arbeiten zur Sintflut, die nach kreationistischem Glauben von Gott als Strafe geschickt wurde und für das Aussehen unserer heutigen Welt verantwortlich ist. Anders als die meisten Altertumsforscher glauben die Kreationisten: Die Flut hat vor 5000 Jahren den gesamten Planeten bedeckt, demnach standen auch die Berggipfel unter Wasser. Doch einen globalen Wasserstand von 8,8 Kilometer Höhe (Mount Everest) finden selbst Kreationisten unwahrscheinlich. Ihre Lösung: Die Gebirge haben sich erst gegen Ende der Sintflut aufgefaltet. Diese These hat zu unzähligen Untersuchungen über Gesteinsbewegungen geführt, über Vulkanismus und Fossilien, die ja wie alles in kürzester Zeit entstanden sein müssten. Weil aber Alter und Reihenfolge der fossilen Ablagerungen offensichtlich doch für eine evolutionäre Entwicklung von niederen zu höheren Lebewesen sprechen, sind die Kreationisten eifrig dabei, selber zu graben – in der Hoffnung, den Gegenbeweis zu finden.
Gelöst ist dagegen schon die Frage nach den Millionen Lichtjahre entfernten Sternen: Der Kosmos entstand am vierten Schöpfungstag, und auf einen Schlag begannen alle Sterne am Himmel zu leuchten. Kein Problem: Gott beschleunigte die Lichtgeschwindigkeit schnell mal auf unendlich, sodass der Mensch die Sterne von Anfang an sehen konnte. Alles ist möglich, Methusalem wurde schließlich auch 969 Jahre alt.
Der Kulturkampf zwischen biblischem Schöpfungsmodell und Evolutionslehre tobt in Amerika bereits seit Jahrhunderten. Während in Europa die großen Kirchen Ende des 19. Jahrhunderts ihren Frieden mit Charles Darwin und Ernst Heckel (er brachte die Evolutionslehre nach Deutschland) machten, hielten in den USA vor allem die Anhänger zahlreicher protestantischer Gemeinden an ihren »fundamentalen Wahrheiten« fest. 1919 verkündete der republikanische Präsidentschaftskandidat Willliam J. Bryan in großen Kampagnen, dass der Erste Weltkrieg die Strafe der Darwin/Heckel’schen Gottlosigkeiten in Europa gewesen sei. 1925 kam es in Dayton/Tennessee zu dem legendären »Affenprozess«, bei dem der Lehrer John Scopes angeklagt wurde, weil er die Evolutionslehre unterrichtete. Scopes wurde zur Mindestbuße von hundert Dollar verurteilt, aber die Anklage hatte sich derart lächerlich gemacht, dass die »titanischste Gerichtsschlacht des 20. Jahrhunderts«, wie Zeitungen damals schrieben, zum Waterloo der Kreationisten wurde. Der Ankläger ließ sich vom Verteidiger ins Kreuzverhör nehmen und hatte keine Antworten.
Dennoch blieb die Evolutionslehre aus den Schulbüchern verbannt – bis 1968; erst dann hob der Oberste Gerichtshof der USA sämtliche Anti-Evolutions-Gesetze auf – bis sie in den letzten Jahren in einigen Bundesstaaten schleichend wieder Eingang fanden.
Für Kreationisten ist der Glaube an eine Evolution des Lebendigen, bei der das Komplexere aus dem Einfachen hervorgeht und alles miteinander verwandt ist, die Ursache aller modernen Übel wie Kriminalität, Abtreibung, Drogen, Homosexualität und Scheidungsraten. Denn: »Wenn wir nur zufällige Nebenprodukte sind, irgendetwas aus der Ursuppe Kommendes oder mutierte Tiere, was ist dann das Leben? Wer bin ich dann? Die Evolutionstheorie vermittelt ein trostloses Bild unseres Lebens und zersetzt die Gesellschaft«, sagt John D. Morris, Präsident des Institute for Creation Research (ICR), Hauptquartier der amerikanischen Kreationisten im kalifornischen San Diego.
Tatsächlich kann die Evolutionstheorie auch für »normale« Christen – und nicht nur für Fundamentalisten – eine echte Herausforderung sein. Denn sie erschüttert das christliche Menschenbild gleich in vierfacher Weise. Gerd Theißen, Professor für Neutes-tamentliche Theologie an der Universität Heidelberg:
»Erstens: Sie entthront den Menschen. Er verliert seine Mittelpunktstellung als Krone der Schöpfung.
Zweitens: Sie entzaubert die Schöpfung. Hinter der Anpassung der Arten an die Um-welt steht kein zweckmäßiges Handeln – sondern Zufall und Notwendigkeit erklären die Zunahme von Organisation und Komplexität des Lebens. Die Evolutionslehre deutet die Welt ohne Ausrichtung auf einen Zweck oder Sinn.
Drittens: Sie untergräbt die Ethik. In der Natur setzt sich der Lebenstüchtigere ohne Rücksicht auf schwächere Lebensformen durch. Mitmenschlichkeit scheint eine Illusion im Lebenskampf zu sein.
Viertens: Die Evolutionstheorie erklärt die Welt ohne Gott ... Biologie und Naturwissenschaften zwingen uns, neu über Gottes Handeln in der Welt zu denken.«
Für den Großteil der Christen haben diese Widersprüche inzwischen aber ihre Schärfe verloren; denn die biblische Genesis wird allgemein nicht als wörtlich zu nehmende Wahrheit, sondern als symbolische Darstellung der göttlichen Schöpfung verstanden. Der Frieden zwischen Religion und Naturwissenschaften, der in Europa weitgehend herrscht, gründet sich auf ein Gentlemen’s Agreement: Die Naturwissenschaftler stellen andere Fragen als die Theologen. »Die Naturwissenschaft fragt nach dem Faktischen«, sagt Gerd Theißen, »die Theologie nach Sinn und Wert.« So können die beiden ganz gut miteinander leben.
Ein solches Agreement ist für die Kreationisten indiskutabel. Denn: Wenn die Fakten in der Bibel stimmen, dann sind sie auch wissenschaftlich. Will heißen: Was die Bibel sagt, ist Wissenschaft! Daraus folgt auch, dass sich die kreationistischen Forscher als die wahren Wissenschaftler sehen. Ihre Waffe gegen Darwin ist die »Intelligent Design and Evolution Awareness«-Theorie (abgekürzt: IDEA). Sie besagt, dass das Leben auf der Erde viel zu komplex sei, als dass es nach dem Zufallsprinzip oder auf Grund nur von Mutation und Selektion hätte entstehen können.
Zwar halten inzwischen auch viele neutrale Wissenschaftler das Darwin-Prinzip für zu simpel, um die Vielfalt des Lebens zu erklären. Doch nur die Kreationisten schließen daraus, dass die Entstehung des Lebens aus dem Nichts geschehen ist. Das Wort »Gott« wird in der Intelligent-Design-Theorie vermieden, um ihr akademische Respektabilität zu verleihen. Mit Erfolg: Inzwischen veröffentlichen Professoren Studien zum Thema und suchen die öffentliche Debatte. In ihrem Institute for Creation Research (ICR) mühen sich Biologen, Chemiker, Astronomen und Physiker, das zu untermauern, was im Alten Testament steht.
Ihre Kreuzzüge führen die Bibelforscher nicht direkt für ihren Glauben (das wäre zu plump), sondern gegen »schlechte Wissenschaft«. Die Evolution, so ihre Argumentation, kann weder beobachtet noch im Labor simuliert werden und sei deshalb eine empirisch unbewiesene Behauptung. Und sie erzielen damit Wirkung: In Missouri liegt bereits ein Gesetzentwurf vor, der verlangt, ab 2006 alle Lehrer zu feuern, die Evolution und »Intelligent Design« im Unterricht nicht gleichwertig behandeln.
Dass ausgerechnet in der technologisch fortgeschrittensten Nation der Erde zu Beginn des 21. Jahrhunderts der religiöse Fundamentalismus solche Blüten treibt, könnte dramatische Auswirkungen haben. Vertreter der etablierten Wissenschaften sprechen bereits von einer »Talibanisierung des Biologie- und Wissenschaftsunterrichts«. Obwohl die Kreationisten nur eine Minderheit der amerikanischen Bevölkerung sind, halten nach einer Gallup-Umfrage nur 10 Prozent der Amerikaner eine Evolution ohne äußere Beeinflussung, sei es durch Gott oder Aliens, für wahrscheinlich. 45 Prozent hingegen glauben daran, dass Gott binnen der letzten 10000 Jahre die Erde geschaffen hat, fast zwei Drittel haben nichts dagegen, wenn Kreationismus neben der Evolutionslehre in den Schulen unterrichtet wird.
Protest dagegen kommt allenfalls aus der Wirtschaft: Der Ruf, fortschrittsfeindlich zu sein, könnte Investoren abschrecken, ebenso Fachkräfte, die ihre Kinder nicht auf Schulen schicken wollen, die wissenschaftliche Standards verweigerten.
Nicht nur in Amerika, weltweit ist ein Wiederaufleben fundamentalistischer christlicher, jüdischer oder muslimischer Bewegungen zu beobachten. Sie alle lehnen den Grundsatz der Trennung von Kirche und Staat ab, den wir der Philosophie der Aufklärung zu verdanken haben. In der Emanzipation der Vernunft vom Glauben sehen sie die Hauptursache allen Übels.
Das Anwachsen fundamentalistischer Bewegungen erklären Soziologen wie Gilles Keppel, Professor am Institut für Politische Studien in Paris, »in der Erschütterung von Gewissheiten, bewirkt durch den seit den fünfziger Jahren erzielten Fortschritt in Wissenschaft und Technik. Wiegten wir uns zunächst in der Hoffnung, die Schranken von Armut, Krankheit und Entfremdung durch Arbeit immer weiter zurückdrängen zu können, so haben uns Probleme wie Bevölkerungsexplosion, die AIDS-Pandemie, die Umweltverschmutzung und die Energiekrisen ein böses Erwachen beschert.«
In dieser Situation der Enttäuschung bietet sich der Kreationismus an. »Er ist als Glaubenssystem bei uns so populär, weil er simple Lösungen anbietet,» sagt Professor Wolf, Biologe an der Universität von Topeka, Kansas. »Die Leute wollen nicht kompliziert denken. Der Kreationismus bietet die Möglichkeit zu sagen: Es ist so und nicht anders, regt euch nicht auf. Wir müssen nichts entscheiden, es richtet sich schon irgendwie.«
Gott ergebene Bürger/innen – das ist der schönste Traum aller konservativen Politiker. Kein Wunder also, dass sie die christlichen Fundamentalisten begeistert unterstützen. US-Präsident Ronald Reagan machte mit seiner Forderung nach Gleichberechtigung von Schöpfungslehre und Evolutionstheorie in den Schulen die Kreationisten wieder salonfähig. Auch Präsident George Bush sen. umwarb die Fundamentalisten; sein Sohn George W. Bush jun. ist Fundamentalist und rechtfertigt seinen Krieg gegen die »Achse des Bösen« mit religiöser Rethorik. »Die Freiheit, die wir verteidigen,« so Bush, »ist nicht das Geschenk Amerikas an die Welt. Sie ist ein Geschenk Gottes an die Menschheit.«
Und Bush steht da nicht allein, er hat prominente Mitstreiter. Tom DeLay zum Beispiel. Der Führer der republikanischen Mehrheit im Kongress erklärte öffentlich, dass einzig das Christentum die Antworten bietet auf die Fragen: »Woher komme ich? Warum bin ich auf der Welt? und: Wohin gehe ich?« Andere Religionen, Philosophien, Ideen lässt er nicht gelten. Und auch er ist selbstverständlich ein Feind der Evolutionstheorie. Nach dem Massaker an der Schule von Littleton (Colorado, 1999) hatte er sofort die wahren Schuldigen erkannt: Es sind die »Schulen, die lehren, dass Menschen nichts Besseres als Affen sind, die sich aus einer Urschleimsuppe entwickelt haben«.
Die Fundamentalisten rüsten auf und nutzen geschickt die Medien. Talkmasterin Sandy Rios trimmt ihr Millionenpublikum auf Bush-Kurs in Sachen Irak. Denn »man muss sich fragen, ob diese Schlacht nicht unsere letzte sein könnte. Armageddon ...« – jener biblische Kampf, in dem die Guten endgültig über die Bösen triumphieren. Hinter Sandy Rios steht die Organisation »Concerned Women of America«, die in landesweit 43000 Gebets- und Aktionsgruppen für den Sieg der Guten (die Amerikaner!) beten.
Schützenhilfe erhält Bush auch von Roberta Combs, Präsidentin der »Christian Coalition«. Für die bevorstehende Präsidentenwahl lässt sie bereits in 400000 Kirchen Wahlempfehlungen verteilen. Einzige Empfehlung: George W. Bush.
Noch ein mächtiger Verbündeter: Reverend Tim LaHaye, Mitbegründer der lautstarken Organisation »Moral Majority« (Moralische Mehrheit) und Strippenzieher im »Council for National Policy« – laut TV-Sender ABC der einflussreichste Verbund der amerikanischen Konservativen. Zu Ruhm und Geld kam LaHaye als Co-Autor des Megasellers »Left Behind« (50 Mio. Exemplare), einer Romanserie, die auf den Prophezeiungen der Bibel basiert. Die Botschaft: Während die Gläubigen (nur die christlichen!) gen Himmel fahren, bleiben die Ungläubigen im Inferno des Weltendes zurück. Armageddon, die letzte aller Schlachten, wird innerhalb Israels alter Grenzen ausgefochten – gegen den Antichristen, der in die Rolle des UN-Generalsekretärs geschlüpft ist und im neuen Babylon haust, in Saddam Husseins Bagdad. Spinnerte Sciencefiction? Keineswegs, sagt LaHaye. Dies alles gründe sich auf »die vorrangige Bibel-Interpretation evangelikaler Christen«.
Die Evangelikalen (19 Millionen organisierte Mitglieder) sind glühende Kreuzzügler gegen »den terroristischen Islam«. Und sie sind auch die Lautesten in der Propaganda für die »United States of Jesus«. Damit ist nichts anderes gemeint als die Schaffung einer Theokratie. Die christlichen Fundamentalisten fordern dasselbe wie die islamischen Fundamentalisten: den Gottesstaat. Und eine wörtliche Auslegung der Heiligen Schrift.
Wir wollen hier nicht ausmalen, was es bedeuten würde, wenn sich christliche und islamische Gottesstaaten in unversöhnlichem Hass gegenüberstünden. Beten wir, dass uns Gott in seiner Weisheit vor diesem Wahnsinn bewahren möge!
- Jerusalem
- Bücher, die die Welt veränderten
- Kulturkampf
























