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Wünschelruten

Achtung, Aussschlag!

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Wünschelruten können Störzonen, Kraftfelder und Wasseradern aufspüren – davon sind ihre Besitzer überzeugt. Kritiker sagen, das sei nicht möglich. Doch warum schlagen die Ruten dann aus?

Sie hatten schon immer ungewöhnliche Ziele. Um 1530 suchten sie mit V-förmigen Hasel- und Weidenruten in dunklen Bergwerken nach Silber. Im 19. Jahrhundert wollten sie vergrabene Metalle, verlorenes Vieh und sogar Ermordete und deren Mörder aufspüren. Heute suchen sie vor allem nach Wasseradern, lohnenden Stellen für eine Brunnenbohrung, nach strahlungsarmen Baugrundstücken und Störfeldern in Wohnungen. Einige von ihnen nennen sich Geobiologen, andere Baubiologen, und was sie mit ihren Wünschelruten tun, bezeichnen sie als »muten«.

»Bettplatzuntersuchungen sind das Hauptarbeitsfeld von Rutengängern«, sagt der Diplom-Ingenieur Joachim Götz. Seit im Jahr 1932 das Buch »Erdstrahlen als Krankheits- und Krebserreger« des Autors Gustav Freiherr von Pohl erschien, strömten immer mehr Rutengänger in fremde Schlafzimmer. Schaut man sich heute ihre Internetseiten an, so bekommt man das Gefühl, dass die ganze Welt von einem Gewirr von gefährlichen Störzonen durchzogen ist. So ziemlich alle gesundheitlichen Probleme von Depressionen bis Krebs sollen durch sie hervorgerufen werden können.
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Autor/in: Britta Quebbemann


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