Es besteht nicht die geringste Gefahr, dass je die Vernunft auf Erden überhandnehmen, dass es je vernünftig zugehen könnte auf Erden.
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75-Dollar-Laptop für Massenmarkt
Mary Lou Jepsen, die ehemalige Technikchefin des IT-Entwicklungshilfeprojekts One Laptop per Child (OLPC), hat ein OLPC-Spin-off gegründet und entwickelt ein eigenes Billig-Notebook. Pixel Qi, so der Name ihres neuen Projektes, sei der nächste Schritt nach dem 100-Dollar-Laptop XO (Foto). Ambitioniert ist auch das Preisziel: 75 Dollar. Das Gerät soll im Gegensatz zum OLPC-Notebook nicht nur in sich entwickelnden Ländern verkauft werden, sondern auf den Weltmarkt kommen.
Jepsen war im OLPC-Projekt maßgeblich an der technischen Entwicklung des Notebooks beteiligt. So geht die innovative Bildschirmtechnologie auf sie zurück. Ihre Innovationen sind auch für den kommerziellen Markt interessant. Die einzelnen Komponenten zeichnen sich durch günstigste Herstellung, geringen Stromverbrauch und robuste Konstruktion aus. Ein großes Plus des entwickelten Displays ist die gute Lesbarkeit selbst bei strahlendem Sonnenschein.
Pixel Qi soll eine neue Generation von Low-Cost-Geräten ermöglichen, die stromsparend, robust sowie einfach vernetzbar sind und nach den Prinzipien des offenen Designs konstruiert sind. Bedarf für billige, energieeffiziente Technik sei genügend vorhanden.
Als Konkurrenz zu OLPC will Jepsen ihr Projekt jedoch nicht definieren, sondern als Kooperation: Der OLPC-Initiative will Jepsen äußerst preiswerte Rechner zum Vertrieb an Bedürftige bereitstellen.
In China ist unterdessen die Produktion der ersten Generation der Billig-Rechner angelaufen. Das Projekt des US-Designpioniers Nicholas Negroponte will zunächst bedürftige Schulkinder in sich entwickelnden Ländern ausrüsten. Auf den kleinen Computern mit einem Sieben-Zoll-Display sind mit dem freien Betriebssystem Linux ein Webbrowser, Musikprogramme, Netzwerk-Manager, Chat-Programm und Textverarbeitung installiert.
Allerdings wird der Rechner teuerer als ursprünglich geplant. Negroponte veranschlagt anfangs rund 150 Dollar Herstellungspreis je Laptop. "Wir nehmen an, dass wir den Preis bis Ende 2008 auf 100 Dollar drücken", sagte Negroponte. Ihm zufolge sinken bis dahin die Einkaufspreise für Speicher deutlich. Ein niedriger Preis entscheidet über den Erfolg, da die Regierungen armer Länder das Geld für die Schüler-Computer auslegen und die Geräte dann kostenlos im Land verteilen sollen.
Der Mediendesigner Negroponte schätzt den Bedarf an Billigrechnern auf etwa eine Milliarde weltweit. Er will damit eine Bildungsrevolution anstoßen, die Kindern trotz Armut mehr Chancen einräumt.
Damit die Geräte in strukturschwachen Gebieten möglichst lange laufen, ohne die Akkus aufladen zu müssen, ist das Display energiesparend aufgebaut und kann auf Schwarz-Weiß umschalten. Die ersten Designstudien zeigen das 100-Dollar-Laptop mit einer eingebauten Handkurbel als Ladehilfe.
Die ersten Serien-Rechner haben dieses berühmte Detail nicht. Bei Tests hatte sich gezeigt, dass die integrierte Kurbel den Computer strapazierte und zu viel Platz wegnahm. Jetzt haben die Laptops lediglich ein Batteriefach und die Anschlussbuchse für einen Stromnetz-Adapter. Laut Negroponte soll optional eine externe Kurbel oder eine Schnur zum "Aufziehen" am Adapter angeboten werden, vielleicht wird es auch ein Fußpedal geben.























