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Protokoll
30 Jahre Krieg im Namen Gottes
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Von 1618 bis 1648 wütete in Deutschland ein Krieg, in den sich nach und nach fast alle europäischen Mächte einmischten. Dabei standen sich Katholiken und Protestanten unversöhnlich gegenüber, und die Landsknechte verrichteten plündernd, brandschatzend und mordend ihr grausames Handwerk.
Es begann 1618 mit der Revolte böhmischer Protestanten, die ihre Religionsfreiheit gefährdet sahen. In diesem Protokoll lesen Sie, wie sich der lokale Konflikt zu einem Krieg ausweitete, in den fast alle europäischen Staaten verwickelt waren. Die Leiden hatten die Deutschen zu tragen
»Ihr Heiden reicht nicht zu mit eurer Grausamkeit, was ihr noch nicht getan, das tut die Christenheit.« Noch schlimmer als die Heiden zu sein, das war wohl der schwerste Vorwurf, den man jenen Mächten machen konnte, die sich um des rechten Christenglaubens willen so erbarmungslos bekämpften. Dabei waren, als der schlesische Dichter Martin Opitz (1597–1639) diese Zeilen niederschrieb (»Trostgedicht in den Widerwärtigkeiten des Krieges«), allenfalls drei Jahre jenes Krieges vergangen, den man den »Dreißigjährigen« nennt.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts waren die deutschen Territorien noch immer tief zerstritten ob ihrer unterschiedlichen Konfessionen. Das führte zwangsläufig zu Bündnissen: 1608 zur »Union« auf protestantischer, 1609 zur »Liga« auf katholischer Seite. Beinahe hätte schon 1609 der Streit um die Erbfolge im Herzogtum Cleve zu größeren Auseinandersetzungen geführt.
Die Kriegsdrohung aber blieb latent vorhanden. Kaiser Matthias (1612–1619) gelang es nicht, bestehende Gegensätze, etwa über die Auslegung des Augsburger Religionsfriedens oder den Streit um die Reichsverfassung, zu bereinigen. Hinzu kam die Frage der Nachfolge des kinderlosen Kaisers.
Es begann 1618 mit der Revolte böhmischer Protestanten, die ihre Religionsfreiheit gefährdet sahen. In diesem Protokoll lesen Sie, wie sich der lokale Konflikt zu einem Krieg ausweitete, in den fast alle europäischen Staaten verwickelt waren. Die Leiden hatten die Deutschen zu tragen
»Ihr Heiden reicht nicht zu mit eurer Grausamkeit, was ihr noch nicht getan, das tut die Christenheit.« Noch schlimmer als die Heiden zu sein, das war wohl der schwerste Vorwurf, den man jenen Mächten machen konnte, die sich um des rechten Christenglaubens willen so erbarmungslos bekämpften. Dabei waren, als der schlesische Dichter Martin Opitz (1597–1639) diese Zeilen niederschrieb (»Trostgedicht in den Widerwärtigkeiten des Krieges«), allenfalls drei Jahre jenes Krieges vergangen, den man den »Dreißigjährigen« nennt.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts waren die deutschen Territorien noch immer tief zerstritten ob ihrer unterschiedlichen Konfessionen. Das führte zwangsläufig zu Bündnissen: 1608 zur »Union« auf protestantischer, 1609 zur »Liga« auf katholischer Seite. Beinahe hätte schon 1609 der Streit um die Erbfolge im Herzogtum Cleve zu größeren Auseinandersetzungen geführt.
Die Kriegsdrohung aber blieb latent vorhanden. Kaiser Matthias (1612–1619) gelang es nicht, bestehende Gegensätze, etwa über die Auslegung des Augsburger Religionsfriedens oder den Streit um die Reichsverfassung, zu bereinigen. Hinzu kam die Frage der Nachfolge des kinderlosen Kaisers.
Autor/in: Leo Sillner
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