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Öder Unterricht adé!

Öder Unterricht adé!Öder Unterricht adé!

“Wenn Lehrer ohne jeglichen Plan Laptops im Unterricht benutzen, dann
kann dies nur in einer Katastrophe enden”, sagt Perry Samson von der Universität Michigan. In seinen Augen sind nicht die Schüler das Problem, sondern die Lehrer. Was viele nicht wissen: Die tragbaren Rechner können die Aufmerksamkeit und die Beteiligung der Studenten erhöhen.

“Das Problem ist, dass die Lehrer die Computer nicht genug in den Unterricht miteinbinden. Sie müssen sich daher nicht wundern, wenn die Schüler aus Langeweile lieber bei Facebook oder Youtube surfen“, schimpft Samson.

Der Atmosphärenwissenschaftler benutzt das interaktive Lehrer-Schüler Programm “LectureTools“ während seiner Vorlesungen, so wie bereits über 400 weitere Dozenten an Universitäten und Schulen des Landes.

Das Programm bietet sowohl Lehrenden als auch Lernenden eine interaktive Kommunikationsplattform. Dozenten können ihre Präsentationen chronologisch sichern oder die Anwesenheit der Schüler automatisch abrufen. Auch Aufgaben oder weiteres Anschauungsmaterial kann der Lehrer an alle versenden. Ausreden, die Aufgabe nicht erhalten zu haben, gibt es nicht mehr.

Die Schüler sehen auf ihren Bildschirmen die Präsentationsfolien und können zu jeder Folie Notizen machen. Fragen lassen sich anonym über ein Chat-Fenster stellen. Die gesamte Klasse kann sie sehen und gemeinsam beantworten. Der psychologische Vorteil: Keiner hat mehr das Gefühl, eine dumme Frage zu stellen.

Samson befragte 200 Studenten über drei Semester lang, ob die Qualität des Unterrichts gestiegen sei. Die Antwort: In Seminaren, die das Programm nicht nutzten, fühlten sich die Studenten leichter abgelenkt. Durften sie hingegen auf ihren Computern “LectureTools“ benutzen, empfanden sie den Unterricht spannender und waren aufmerksamer.

“LectureTools“ ist kostenlos und bisher nur auf Englisch erhältlich. Deutsche Bildungseinrichtungen können es im Internet nach Registrierung herunterladen (Foto: Wikimedia Commons).

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