Der Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur liegt darin, daß du in der Demokratie wählen darfst, bevor du den Befehlen gehorchst.
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Trend & Style
»Dumpster Divers«: Warum wühlen die im Müll?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Die New Yorker Mittelklasse durchforstet täglich den Müll nach Lebensmitteln und Kleidung – nicht aus Not, sondern aus politischer Überzeugung.
Sie sind Informatiker und Lehrer oder arbeiten in einer Bank oder Werbeagentur – sie haben einen festen Job, ein gutes Gehalt und eine nette Wohnung in New York City. Trotzdem durchwühlen sie jeden Tag die Abfalleimer ihrer Stadt nach Essbarem, nach Kleidung, Büchern oder Büroartikeln.
Ekelig? Nicht für die neue amerikanische Bewegung der »Dumpster Divers« (dt. »Mülltaucher«). Für sie ist »vom Müll anderer leben« ein politisches Manifest: 40 Prozent aller Nahrungsmittel wandern in den USA auf dem Müll, das sind jährlich 43 Milliarden Kilo. Allein New Yorks Haushalte produzieren täglich 13000 Tonnen Abfall. Eine der größten Müllhalden der Welt heißt »Freshkills« und liegt auf Staten Island.
Gegen diesen gedankenlosen Konsum wollen die Mülltaucher mit ihrer Aktion ankämpfen. Sie haben sich aus der »Freegan«-Bewegung (von free = frei und vegan = fleischlos) heraus entwickelt, die vom Tierschützer Adam Weissman initiiert wurde. »Freeganismus ist eine Strategie, um Vergeudung zu vermeiden und Geld zu sparen, sodass wir weniger arbeiten und unseren Konsum minimieren können«, so Weissmann.
Seit zehn Jahren kauft der Kapitalismuskritiker sein Essen nicht mehr im Supermarkt, sondern holt es regelmässig aus dem Müll. Zudem organisiert er regelmäßig aus Abfällen zubereitet Menüs, zu denen er Pressevertreter aus der ganzen Welt einlädt. Schlecht geworden sei dabei noch keinem, so Weissman. Vor allem die Abfalleimer von Supermärkten und Fressburger-Ketten sind für die Dumpster Divers beliebte Jagdreviere, denn ab 22 Uhr wird die gerade abgelaufene Ware auf den Bürgersteig gestellt.
























